Gibt es glückliche Liebesbeziehungen?

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Glückliche Liebesbeziehungen

Der Schreck gleich an den Anfang: Ich glaube, dass kaum jemand oder sogar niemand auf der Welt echte Liebesbeziehungen führt. Mich eingeschlossen. Weil ich glaube, dass das Wort Liebes-Beziehung an sich ein Paradoxon ist. (Was ich für den zweiten großen Irrtum über die Liebe halte, habe ich in diesem Artikel behandelt.)

Was wir erleben, sind zwischenmenschliche Beziehungen mit kurzen Liebes-Momenten, die sich vielleicht nur in der Quantität unterscheiden, wie oft diese Momente entstehen. In machen – und nicht wenigen – Beziehungen mag es sie nach folgender Definition sogar gar nicht geben:

Wenn wir lieben, wollen wir geben. Wenn wir uns und den anderen lieben, sind wir uns selbst genug und erfreuen uns am Wachstum und am Wesen unseres Partners oder unserer Partnerin. Liebe ist ein selbstloser Zustand.

Tatsache ist aber, dass wir nicht alle seelig und dauergrinsend verliebt durch die Gegend taumeln, sondern oft nicht wenig Zeit in Partnerschaften mit Streit und Machtkämpfen gefüllt ist. Wir wollen, dass der oder die andere das tut, was wir uns wünschen. Damit wir uns glücklich fühlen.

Dieses „Haben-wollen“ ist aber niemals die Liebe.

Denn sobald die Beziehung entsteht, folgt ein Rattenschwanz von Erwartungen, die wir erfüllt bekommen möchten und –schwups – sind wir, ohne es zu merken, vom Modus des Gebens in den Modus des Nehmens gewechselt. Aber warum? 

Weil wir im anderen etwas suchen, das wir in uns nicht finden können.

Für mich ist einer der zentralen und großartigsten Sätze von Simone de Beauvoirs Kapitel über die Ehe und die Liebe in „das andere Geschlecht“, das ich für eine der besten Abhandlungen halte, die je dazu geschrieben wurden, folgender:

„Das Ideal bestünde (…) darin, dass Menschen, die sich vollständig selbst genügen, nur durch die freie Bejahung ihrer Liebe verbunden wären.“

Zentral hierbei ist für mich die Passage: „sich selbst vollständig genügen.“ 

Was genau bedeutet das und warum können wir es offenbar so schlecht?

Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es nicht darum geht, den Menschen zu einem egoistischen, bedürfnislosen Objekt zu machen, das keinerlei soziale Beziehungen mehr pflegt. Schon oft war ich mit dem Vorwurf konfrontiert, wenn man sich selbst genüge, habe man keine tiefen Bindungen mehr.

Aber ich behaupte: NUR DANN haben wir überhaupt tiefe Bindungen. Denn alles andere sind nur zwei Egos, die per andauernder Machtkämpfe ineinander verstrickt sind, die Gewohnheit und Sicherheit für Liebe halten und die sich aneinander klammern, statt sich atmen zu lassen. Das ist nicht Liebe – das ist Angst. Und dass Liebes-Momente sehr wohl möglich sind, wissen alle, die es in Beziehungen bereits erleben durften: Immer dann, wenn sie sich neben ihrem Partner oder ihrer Partnerin frei, gelöst und entspannt glücklich gefühlt haben. Ohne durch die Brille der Erwartungen auf den anderen zu schauen, sondern liebevoll und absichtslos. Warum also können wir das nicht einfach immer haben?

Die Psychotherapeutinnen Erika J. Chopich und Margaret Paul erläutern in ihrem Buch „Aussöhnung mit dem inneren Kind“ eindrucksvoll, woher diese Bedürftigkeit, die unsere Beziehungen so oft boykottiert, stammt:

Wir alle haben ein verletztes, inneres Kind in uns. Ein Kind, das in seiner Vergangenheit die Erfahrung machen musste, nicht vollumfänglich um seiner selbst Willen geliebt worden zu sein. Wir haben Verletzungen erlitten, mal kleinere, mal größere und aus diesen schmerzhaften Erfahrungen ist schließlich das Ego erwachsen, ursprünglich ein reiner Schutzmechanismus. Das Ego meint hier nicht das Ego, vom dem Freud sprach, sondern bezeichnet einen Mechanismus in unserem Inneren, der uns glauben machen will, wir könnten durch unser Verhalten kontrollieren, wie sehr unser Umfeld uns liebt.

Unser inneres Kind trägt also einen unstillbaren Hunger nach Liebe und Aufmerksamkeit in sich, den wir dann in unseren Beziehungen durch die anderen erfüllt haben wollen und für dieses Ziel legt das Ego sich mächtig ins Zeug mit Verhaltensweisen wie: Vorwürfen (der Klassiker, wer kennt sie nicht!), Verhören, Lügen, Drohungen, Schweigen, oder auch in Versuchen, den anderen durch Fürsorglichkeit Geschenke, Schmeicheleien oder Sex wohlgesonnen zu stimmen – natürlich können letztere Verhaltensweisen auch durch reine Freude verursacht werden! Oft aber ist der Motor eher Angst, statt Liebe.

Im Wesentlichen treiben uns dabei zwei Ur-Ängste: Die Angst, vom anderen verlassen oder vom anderen verschlungen zu werden – beide bedrohen unser Überleben. In diesem Modus sind wir mit der Existenzsicherung beschäftigt und eines tun wir dabei sicher nicht: Lieben. Weder uns, noch den anderen:

„Wir können nicht lieben, wenn wir uns vor diesen Ängsten schützen.“ *Erika J. Chopich und Margaret Paul

Manch einer sucht sein Heil dann vorm Altar – aber auch der vermeintlich sichere Hafen der Ehe kann uns, mit all seiner Verbindlichkeit, nicht die Sicherheit geben, nach denen es unser inneres Kind so heftig verlangt. 

De Beauvoir schreibt:

„Das Paar ist eine Gemeinschaft, deren Mitglieder ihre Autonomie verloren haben, ohne sich gegenseitig aus ihrer Einsamkeit zu erlösen. Statt eine dynamische und lebendige Beziehung von Person zu Person zu unterhalten, sind sie statisch miteinander verbunden. (…) Die Ehe sollte ein Zusammenschluß zweier autonomer Existenzen sein, kein Rückzug, keine Annexion, kein Heilmittel.“

Und ein Heilmittel, das scheinen wir alle zu suchen – und wir brauchen es auch! Für unsere inneren Kinder. Nur ist dieses Heilmittel nicht der Partner oder die Partnerin, sondern unser innerer Erwachsener, wir sind es selbst. Durch die Arbeit an der Beziehung zwischen unserem inneren Kind und unserem erwachsenen Ich können wir finden, was wir in der Partnerschaft vergeblich suchen und öffnen gleichzeitig die Tür für Liebe und freiwilliges Beisammensein.

Ich habe in meinen Beziehungen (ich lebe seit Jahren polyamor) die tiefste und intensivste emotionale Intimität genau in den Momenten erlebt, in denen ich am meisten losgelassen habe. In denen ich mein Ego (nicht mein inneres Kind!) für einen Moment mit einem Knebel in den Wandschrank sperren konnte und daraufhin den anderen WIRKLICH ansehen konnte: Mit allem, was er ist, auch und gerade mit den Teilen, die mein verletztes inneres Kind vor Angst fast verrückt werden ließen. Ich konnte sehen, dass, es zu beruhigen, meine Aufgabe war und nicht die meines Partners. Und wenn mir das gelang, meine innere kleine Kea liebevoll in den Arm zu nehmen und ihr meine Zuwendung zu schenken, passierte regelmäßig etwas Großartiges: Der Druck wich von meinem Partner und ich sah den anderen an mit den Augen der Liebe und er war nichts als ein Wunder, dem all meine Liebe entgegenfloss in einem nicht enden wollenden Strom. Ich musste und wollte nicht mehr an ihm ziehen und zerren, ich konnte ihn einfach sein lassen, wie er war.

Das ist, was Osho meint, wenn er sagt:

„Zwei Menschen können sehr liebevoll zueinander sein. Je liebevoller sie sind, desto geringer die Möglichkeit einer Beziehung. Je liebevoller sie sind, desto mehr Freiheit geben sie sich. Je liebevoller sie sind, desto geringer sind ihre Forderungen, ihr Bedürfnis zu dominieren, ihre Erwartungen. “

Zu eurer „Beruhigung“: Es dauert auch bei mir übrigens meist nicht lange, bis sich nach diesen wundervollen Erlebnissen mein Ego wieder aus dem Schrank befreit und mich mit seiner Rumpelstilzchen-Manier wieder in seine Gewalt bekommt – aber ich habe seit dem ersten Mal (und da war ich sage und schreibe sicher schon Ende Zwanzig) dieses Gefühl der wirklichen Verbundenheit, des einander-wirklich-Ansehens nie mehr vergessen.

Seitdem arbeite ich an der Liebe zu meinem inneren Kind und daran, in meinem Leben möglichst viele Liebes-Momente erleben zu dürfen.

Vorsicht: Das bedeutet keine Schmerzfreiheit! Es geht darum, WIE wir mit diesem Gefühl umgehen, was wir daraus machen und von wem wir Heilung erwarten. Vom Partner oder der Partnerin oder von uns selbst. Wenn wir beginnen, loszulassen, wird das Ego toben wie verrückt, das ist mal sicher! Die Angst vorm Verlassenwerden, vor Ablehnung und Schmerz wird es rasend lassen – die Freiheit trotzdem zu gewähren, den anderen von unseren Erwartungen trotzdem freizusprechen, ist eine Prüfung, in der wir lernen können, gut für unser inneres Kind zu sorgen.

Erst dann begegnen sich zwei Erwachsene und zwei innere Kinder, die, statt sich gegenseitig zu verletzen, die Liebe frei zwischen sich fließen lassen können.

PS: Zu dem Buch „Aussöhnung mit dem inneren Kind“ gibt es ein dazugehöriges Arbeitsbuch, mit dem ich auch bald beginnen werde. Einen weiteren Buch-Tipp zum Thema habe ich noch von einer Teilnehmerin während der #femaleempowermentchallengeDE auf instagram erhalten: Das Kind in dir muss Heimat finden, von Stefanie Stahl. Vielleicht ist ja was für euch dabei!

19 Comments

  1. Lea says:

    Oh liebe Kea, dem ist nichts hinzufügen, du kannst das so gut in Worte fassen und ich glaube auch, dass es so ist. Schön, dass du es mit uns teilst! 🙂 Ganz liebe Grüße!

    1. kea kea says:

      Ich danke dir, du Liebe, für deine schöne Rückmeldung! Es freut mich sehr, wenn ich dir aus dem Herzen schreiben konnte 🙂 Liebe Grüße zu dir!

  2. Diana says:

    So toll. So wahr… Danke

    1. kea kea says:

      Ich danke dir! 🙂

  3. Julia says:

    Liebe Kea,

    genau das ist der richtige Ansatz. Wir hatten es ja schon in der Femaleempowerment Diskussion mit der Selbstliebe. Das innere Kind ist meiner Erfahrung nach nur eine Seite in uns. Ich kenne das Buch dazu und auch das Arbeitsbuch. Ich habe das große Glück in einer Partnerschaft leben zu können, in der sich jeder meist selbst genug ist. Es gibt immer Momente, wo einer von uns mal gefordert ist. Am Wichtigsten sind klare Absprachen… klare Worte… keine Spielerein. Wenn es mir nicht gut geht, sage ich es. Und ich weiss, dass mich mein Partner vielleicht trösten kann, aber helfen kann ich mir nur selbst.
    Ups… ich merke gerade wieder, dass ich seitenweise schreiben könnte.
    Deine Worte regen immer so viel in mir an. Vielen Dank!
    Und noch ein Tipp von mir. Vielleicht kennst Du ihn schon, aber ich beschäftige mich seit längerem mit den Büchern und Vorträgen von Gunther Schmidt.
    Dazu bei Interesse mehr.
    Liebe Grüße,
    Julia

    1. kea kea says:

      Hallo liebe Julia,

      es klingt toll, was du da aus deiner Partnerschaft beschreibst! Und wir sind ja alle nie frei vom Ego, es wird immer da sein, das ist ja auch ganz menschlich und natürlich – aber dieses tiefe Wissen um die allumfassende Liebe und Sicherheit, die wir in uns selbst finden können, geht, einmal entdeckt, nicht mehr verloren. Da ist es dann manchmal nur eine Frage der Zeit, bis wir diese Kraft wieder reaktivieren können. Und Trost ist ja trotzdem etwas Schönes und Wertvolles! Diese Unterscheidung in Trost und Hilfe finde ich ganz toll, die hilft mir auch noch mal, mich verständlicher zu machen, in einer Diskussion mit einer Freundin zu dem Thema. Ich danke dir!

      Deinen Tipp schau ich mir gern an!
      Liebe Grüße an dich! Kea

  4. Caroline says:

    Liebe Kea,
    ich bin per Zufall über deinen Blog gestolpert und zähle sicher nicht zu deiner angestrebten Leserschaft. Aber dein Blog präsentiert dich als sehr offene Person und so traue ich mich doch diesen Kommentar zu hinterlassen.

    Wir sind Baptisten und so gesehen sind wir auch irgendwie polys denn Jesus ist unsere große Liebe.
    Sicher ist so christliches Gerede abschreckend für dich und passt nicht in dein modernes Leben. Ich mag hier auch gar nicht missionarisch auftreten sondern nur meine Sichtweise erläutern und das geht nicht ohne diese Tatsache.
    Als ich zu Jesus fand klärte sich mein Blick. Ich konnte erkennen das er alles in mich gelegt hat was ich für ein erfülltes Leben brauche. Und diese Erkenntnis nahm unwahrscheinlich viel Druck von meinem Mann und unserer Ehe. Durch die liebe Jesu kann ich die beste Version von mir selbst sein und ich liebe diese Version. Und durch diese neu gewonnene selbstliebe konnte ich meinen Mann so lieben wie er wirklich ist. Liebe deinen nächsten wie dich selbst! Ist Jesu Gebot an uns das alle anderen ablöste. Und dieses Gebot beinhaltet zu allererst Selbstliebe!
    Irgendwie dachte ich sind unsere denkweisen sich nicht sehr fremd.
    Das wollte ich nur loswerden, keine Ahnung warum.

    1. kea kea says:

      Liebe Caroline,

      schön, dass du dich getraut hast! Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich finde es gerade schön, wenn hier unterschiedliche Meinungen zusammen kommen! Dabei sind wir, wie du schon festgestellt hast, nah beieinander.
      Und ich habe es tatsächlich nicht (mehr) so mit der Religion und der Kirche an sich, aber dafür sehr mit der Spiritualität. Und Jesus war ein über alle Maßen kluger und spiritueller Mensch, der wunderschöne Dinge gesagt hat! Eines meiner liebsten Bücher ist übrigens die Auslegung der Bergpredigt nach Emmet Fox. Ich glaube auch, dass der Teil „wie dich selbst“ des „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“-Satzes von vielen Menschen übersehen wird. In der Selbstliebe liegt der Schlüssel.

      Ich glaube, wenn wir das Wort „Jesus“ bei dir mit dem Wort „universelle Liebe“ bei mir ersetzen, dann gibt es zwischen uns wirklich wenige Unterschiede. Es klingt wunderbar, was du über die Liebe zu dir selbst und zu deinem Mann schreibst!

      Danke, dass du dich zu Wort gemeldet hast!
      Alles Liebe, Kea

  5. Marlene // daseinealles.de says:

    Mir fällt dazu nur eines ein: Amen Schwester!
    Ein wunderbarer Text, der so schön zusammenfasst, wovon auch ich überzeugt bin. Danke!

    Liebe Grüße
    Marlene

    1. kea kea says:

      Du Liebe – vielen Dank! Das freut mich sehr <3 Ich muss dich dringend in meiner Blogroll aufnehmen, du wunderbarer Freigeist! Wird am Wochenende hoffentlich endlich erledigt, steht schon auf meiner To-Do 🙂

  6. Cora says:

    Liebe Kea,
    ich danke dir sehr für diesen Beitrag und dass du deine Gedanken auch zu solchen eher intimen Themen mit uns teilst. Ich habe seit beinahe vier Jahren einen Partner an meiner Seite, der nicht nur mich liebt, sondern zum Glück auch mit sich selbst vollkommen im Reinen ist, sodass er mir zeigen konnte, was für ein toller Mensch ich doch bin. Vielleicht klingt das paradox und viel zu kitschig, aber er hat mit geholfen, zu mir selbst zu finden, sodass wir mittlerweile die meiste Zeit eine Beziehung haben, in der wir uns gegenseitig und uns selbst als das nehmen, was wir sind. Denn im Endeffekt sind wir noch immer zwei eigenständige Menschen, die beschlossen haben, ihr Leben – egal, ob für immer oder für diesen Augenblick – miteinander und nicht füreinander zu verbringen. Und dafür sind Selbstliebe, Vertrauen und Ehrlichkeit die notwendige Basis. Ich arbeite daran! Denn gerade durch meine manchmal fehlende Selbstliebe, werde ich schnell und ohne Grund eifersüchtig, und jedesmal, wenn das passiert, merke ich, dass unsere Beziehung darunter leidet. Deine Buchtipps werde ich mir unbedingt anschauen, ich habe noch so viel zu lernen!
    Liebe Grüße,
    Cora

    PS: Ich bin unheimlich glücklich, dich und deinen Blog gefunden zu haben. Du inspirierst und bestärkst mich immer wieder aufs neue 🙂

    1. kea kea says:

      Liebe Cora.

      Ich danke dir für deinen Kommentar und die lieben Worte!
      Wunderbar, dass du eine so bestärkende und schöne Erfahrung mit der Liebe und deinem Partner machen kannst! ♥♥♥ Von Eifersucht wirklich und dauerhaft frei sind nur wenige Menschen, auch ich schaffe das beileibe nicht immer. Aber wenn wir darin eine Einladung zu mehr Selbstliebe sehen, können wir dieses an sich so unangenehme Gefühl transformieren und daraus etwas Wertvolles machen. Es braucht Übung, wie alles im Leben – aber es lohnt sich 🙂

      Wie schön, dass du dich in meinem digitalen Wohnzimmer so wohl fühlst! Ich freue mich, dich zukünftig öfter hier zu lesen!

      Alles Liebe,
      Kea

  7. Esra says:

    Wow, habe deinen Blog gerade (wieder-)entdeckt und bin sehr beeindruckt! Habe mir schon viele Gedanken über die Liebe gemacht und du hast mit allem recht und zitierst auch echt spannende Sachen!
    Auch war ich (aber nur kurz) mit einem polyamoren Menschen zusammen und es war eine total interessante und weiterbringende Erfahrung! <3
    Ich schau mich mal weiter um – danke für diesen Text <3
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

    1. kea kea says:

      Hallo liebe Esra, schön, dass du (wieder) da bist! ♥

      Das ganze Thema beschäftigt uns Menschen einfach wie kein anderes – wir sind nun mal soziale Wesen und die Liebe ist ein großer Motor. Interessant, dass du auch schon Erfahrungen mit dem Poly-Dasein in Form eines Partners gemacht hast, ich habe den Eindruck, dass sich immer mehr Menschen anderen Liebesformen öffnen und schätze diese Vielfalt! Es gibt da ja auch kein richtig oder falsch und vor allem nichts Statisches – auch jede Beziehung kann verschiedenste Stadien durchlaufen. Wichtig ist einfach, dass die Beteiligten immer wieder für sich schauen, was sich gut anfühlt.

      Liebe Grüße zu dir!
      Kea

  8. Das Jungsheft für Mädchen – eine Rezension. – Kea schreibt – Lyrik & Text Blog says:

    […] gestellt, wie die, ob wir mit unseren hohen Erwartungen an unseren „significant other“ in monogamen Beziehungen nicht Liebe und Lust unabsichtlich den Hahn […]

  9. Mona says:

    Jein.

    Ich versuche mal in Worte zu fassen, warum meine Gefühle dem Text gegenüber zwiegespalten sind.

    Fällt natürlich am leichtesten mit mir selbst als Beispiel:

    Ich würde sagen, ich habe eine glückliche Liebesbeziehung.

    Ich würde auch sagen, ich bin sehr im Reinen mit mir und meinem inneren Kind, das passt also schon.

    Mein Mann ist es aber eher nicht. Er ist oft wütend, oft erschöpft, oft zweifelnd. Er erkennt einen Teil seines Problems bei sich selbst und versucht sich deshalb zu ändern. Was gut ist für ihn, aber eben auch anstrengend und sehr, sehr schwierig, wenn es darum geht, sich selbst so zu akzeptieren, wie man ist. Weil da dieser Teil ist, den man nicht akzeptieren will. Sein inneres Kind randaliert und mit dem Randalierer will er sich noch nicht aussöhnen.

    Und trotzdem bin ich überzeugt, dass er mich liebt. Aufrichtig. Nicht nur aus Egoismus. Er lässt mich sein wie ich bin, er ist uneingeschränkt offen mir gegenüber. Er zeigt mir, wie verletzbar er ist und vertraut mir, dass ich ihn nicht verletzen werde.

    Deshalb denke ich: Ja, es hilft in Beziehungen ungemein, ausgesöhnt mit seinem inneren Kind zu sein. Aber es ist keine Voraussetzung für Liebe.

    Liebe Grüße
    Mona

    https://meinglueck.wordpress.com/

    1. kea kea says:

      Liebe Mona,

      ich danke dir für deinen Kommentar und dafür, dass du uns an eurer persönlichen Situation teilhaben lässt! Ich finde es immer so wunderbar, wenn mein Blog dazu beiträgt, dass ich meinen Leserinnen auf einer tieferen Ebene als dem gängigen Small-Talk begegnen kann.

      Und ich kann dir nur zustimmen – für Liebe braucht es überhaupt keine Voraussetzungen oder Bedingungen. Wenn das in meinem Text so rüberkommen sollte, müsste ich ihn dringend überarbeiten! Vielleicht muss ich es noch mal differenzieren, falls das nicht so rüberkam: Ich schreibe ja von Beziehungen mit Liebes-Momenten, denn ich unterscheide doch ganz erheblich zwischen Liebe und Beziehung. Und ganz sicher kann auch ein Partner, der sich im Kampf mit seinem inneren Kind befindet, lieben. Aber in den Augenblicken, in denen dieses Kind in ihm die Angst dominant werden lässt, ist, sagen wir, der Fluss der Liebe blockiert. Dann kommt es eventuell zu Vorwürfen, Rückzug, Selbstzweifeln. Macht es das klarer? Es ist nur im konkreten Augenblick ein entweder-oder im sichtbar-werden des Gefühls. Nicht an sich und grundsätzlich. Auch Menschen mit verletzten inneren Kindern können Momente erleben, in denen die Liebe ganz frei fließen kann. Und sie können zum Glück auch immer länger und intensiver werden 🙂

      Liebe Grüße,
      Kea

  10. FREIHEITSFUTTER #6 – Juni 2017 | daseinealles.de says:

    […] Hier geht’s zum Artikel: „Gibt es glückliche Liebesbeziehungen?“ – kea-schreibt.de […]

  11. Wie wir glücklich und frei lieben können – Kea schreibt – Lyrik & Text Blog says:

    […] gute Gefühle zu bekommen. Denn die haben wir ja schon selbst. Wie das gehen könnte, habe ich im Post über die Frage nach glücklichen Liebesbeziehungen behutsam […]

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