Blog-Relaunch: Worte für sozialen Wandel

Worte für sozialen Wandel

Es war schon ein bißchen verrückt. Ausgerechnet zu der Zeit, in der in sämtlichen Bloggergruppen das DSGVO-Panik-Virus grassierte und man sowieso schon den halben Tag im Schatten seines Back-Ends statt in sommerwarmer Luft verbrachte, musste ich mir in den Kopf setzen, meinen Blog umzubauen. Und wenn man sowas beschließt, dann ist es ja wie mit Handwerker-Terminen – ist ein Problem gelöst, taucht ein neues auf und immer heißt es: das kann noch dauern. Einige Nervenkrisen später ist die Seite jetzt endlich wieder online! Und das fühlt sich herrlich an, denn selbst wenn alle Welt findet, dass Blogs nicht mehr gelesen werden: ohne ihn bin ich einfach nur halb. Und einige von euch vermissten ihn offensichtlich auch,  denn mich erreichten besorgte Nachrichten, ob meine Artikel auch bald wieder online und zu lesen seien – zu wissen, dass das, was ich schreibe, anderen Menschen Kraft und Inspiration gibt, ist der schönste Lohn für mich! Danke!

Warum habe ich dann überhaupt wochenlang an einem Blog-Relaunch gearbeitet?

Bisher gab es mich im Internet quasi zweimal: einmal als Bloggerin und Autorin und einmal als selbstständige Grafikerin auf der URL unter meinem Namen. Seit einiger Zeit wurmte mich das – weil sich diese beiden Welten kaum berührten. Mit dem Umbau des Blogs habe ich nun den ersten von zwei Schritten vollzogen und beide Bereiche auf dieser Seite quasi miteinander verheiratet. Unter dem Menü-Punkt “Meine Arbeit” findet ihr ab jetzt sowohl meine Grafik-Projekte als auch die Rubrik Text & Content Creation.

Sobald ich mich von den Strapazen des Relaunches erholt habe und mein Back-End und ich lange genug Atem auf dem Sonnendeck geschöpft haben, wird diese Seite also auf meine eigene URL www.keavongarnier.de umziehen und damit endlich zusammenbringen, was zusammengehört. Unter meinem Namen findet die Welt dann wirklich mich und nicht nur ein ausschnitthaftes Kuchenstück.

Zur Feier des Tages hab ich mir dann gleich auch noch einen neuen “Slogan” gegönnt. Die eigene Botschaft in einen Satz gepackt, das Destillat, der Kern, der Motor, der alles bewegt: Worte für sozialen Wandel. In diesen vier Worten ist subsumiert, was mich antreibt, Knäckebrotkrümel in meiner Tastatur zu versenken.

Denn ich habe keine Lust auf Tabus. Ich glaube, unserer Gesellschaft und dem Planeten würde es gut tun, wenn wir die Themen Krisen und Ängste, Tod & Sterben, seelische wie körperliche Krankheiten, Sexualität und Spiritualität liebevoll in unsere Gesellschaft integrieren würden, statt hinter vorgehaltener Hand darüber zu flüstern. Mit diesem Blog plädiere ich für eine achtsamen Umgang mit unseren Mitmenschen, unserer Umwelt und uns selbst. Und setze gegen den Optimierungswahn und die Positivitäts-Doktrin einen menschlichen Kontrapunkt. 

Blog Relaunch

Mein neuer Blog – was hat sich verändert?

Das veränderte Design ist offensichtlich – die neue Lust an Farbe rührt daher, dass ich das Stichwort “Lebendigkeit” für mich entdeckt habe. Nach einem katastrophalen Jahr 2017 genieße ich erste, kleine Fortschritte und strecke die Fühler Richtung Leben aus. Flankiert von meiner neuen Therapie, bin ich dabei, mir neues, unbekanntes Terrain zu erobern und die Grenzen, die mir meine Angststörung gesetzt hat, zumindest zu hinterfragen. Dieser Blog soll, obwohl er sich auch mit dem ernstzunehmenden Thema psychische Erkrankungen befasst, kein Ort des Trübsals sein. Sondern ein Beispiel dafür, dass es darum geht, MIT diesen Erkrankungen trotzdem so lebendig zu sein, wie möglich.

Neben der neuen Form habe ich auch inhaltlich einige Weichen gestellt, um meinen Essays, Gedanken und meiner Kunst einen stabilen Rahmen zu geben. Das mündet in den drei neuen Rubriken:

1) Feminismus und Gesellschaft

Hier finden sich alle (frauen)-politischen Themen, aber auch passende Buchrezensionen, Essays und Interviews. Seit ich als Stadtverordnete mit feministischen Themen in Berührung kam, lassen sie mich nicht mehr los. Die Parteizugehörigkeit verschwand, der Wunsch, zu verändern, blieb. Meine Gasthörerschaft an der FU Berlin nutze ich, um mein Wissen in diesen Themenbereichen zu vertiefen und spannende Gedanken und Texte in meine Blogarbeit einfließen zu lassen. 

Auf meinem Instagram-Account findet ihr außerdem im Story-Highlight “Denkanstöße” regelmäßig Tipps zu Artikeln und Sendungen mit gesellschaftspolitischen Inhalten, die ich für besonders lesens- oder sehenswert halte.

 2) Geist & Seele

Ich wollte keine Rubrik auf dem Blog, die sich ausschließlich „Psychische Erkrankungen“ nennt. Natürlich dreht es sich auf meinem Blog auch um meinen offenen Umgang mit meiner Angststörung mit Panikattacken, Depressionen und Borderline – aber ich möchte nicht darauf reduziert werden. Unter „Geist & Seele“ findet ihr künftig also Einträge zum Leben mit psychischen Erkrankungen, genauso aber auch Philosophisches und Spirituelles. Im Wort „Geist“ steckt dabei auch das Thema „Glauben“ – allerdings ohne Bindung an eine bestimmte Konfession. In Kürze starte ich eine eigene Essay-Reihe dazu. Wenn du an diesem Thema Interesse hast, melde dich gerne im Footer für die „Geist & Seele“-Rubrik für den Newsletter an. 

3) Prosa & Lyrik

Wer hier schon länger liest, weiß: Meine Liebe gehört den schönen Worten. Mit Prosatexten und Poesie werdet ihr also selbstverständlich weiterhin hier und auf meinem Instagram-Account versor.gt.

Wer möchte, kann die Rubriken – je nach Interessenslage – im Footer der Seite einzeln abonnieren. Oder natürlich alle drei zusammen ;).

Blog-Relaunch

Neben dem neuen Slogan begleitet mich im Header ab heute außerdem dieses Foto –  Symbol für Wachstum, Genuss und die Früchte des Denkens und des Lebens.

Jetzt bleiben eigentlich nur noch drei Fragen offen: Gefällt euch das neue Design? Liebt ihr den Slogan genauso wie ich? Und, an die BotanikerInnen unter euch – sind das Aprikosen oder Pfirsiche an dem Bäumchen?

4 Comments

    1. Liebe Catinka –
      vielen lieben Dank, wie schön! Ich habe auch schon viele Ideen für künftige Artikel und freue mich darauf, sie mit euch zu teilen!
      Liebe Grüße zu dir!
      Kea

  1. Liebe Kea,
    ich feiere, wofür du Knäckebrotkrümel in Deiner Tastatur versenkst!

    Dein Blog ist seit langem eine wahre Bereicherung für mich – obgleich ich recht selten vorbeischaue, denn jeder Beitrag von Dir wirkt unglaublich lange nach und dafür muss ich erst (wieder) bereit sein. Ich könnte Dich ohne Weiteres mit unzähligen Komplimenten überhäufen, die du allesamt mehr als verdient hättest.

    Das für mich Bedeutsamste ist: Du hinterlässt Spuren in mir.

    Ich habe Dich das bisher nur einmal annähernd wissen lassen und Deine Antwort darauf rührte mich zu Tränen. Daraufhin wollte ich Dir tausend Zeilen schreiben, doch ich brachte keine weitere mehr hervor. Als du kurz darauf begannst, sehr offen über eher private Themen zu sprechen, war ich überrascht und auch besorgt, ob Du das alles durchstehen würdest. Doch Du lässt Dich nicht unterkriegen und entwickelst aus jedem Dorn neue Stärke. Du bist eine unglaublich beeindruckende Frau und eine wahre Inspiration!

    Danke, dass Du das hier alles tust! <3

    Natürlich freue ich mich um so mehr, dass Dein Blog wieder zugänglich ist und finde das neue Design sehr schick! Lediglich die Schriftart der Fließtexte ist für mich nicht sehr lesefreundlich, vllt. ist sie auch nur einen Tick zu klein?

    Einen herzlichen Gruß von einer sonst stillen Leserin.
    Bella

    1. Liebe Bella –

      vielen Dank für diese lieben Worte! Es berührt mich sehr, zu wissen, dass mein Schreiben bei meinen LeserInnen so tief wirkt! Ein schöneres Lob kann ich mir gar nicht vorstellen! Danke!

      Das motiviert und bestärkt mich, weiter so offen mit euch zu teilen, was mich bewegt und stimmt mich hoffnungsfroh, dass wir uns auch als Gesellschaft Richtung echtes Miteinander bewegen <3.

      Magst du mir noch verraten, von welchem Gerät aus du auf die Seite zugriffst bezüglich der Schriftgröße? Mobil oder am Desktop?
      Liebe Grüße an dich!
      Kea

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