Liebe Abhängigkeit

Wenn aus Liebe Abhängigkeit wird

Dieser Beitrag war keine leichte Geburt – und doch zählt er für mich zu den wichtigsten Artikeln, die auf meinem Blog seit seinem Bestehen erschienen sind. Die letzten Wochen waren schwer, schmerzhaft und erkenntnisreich. Ich habe mehr über meine eigene Person gelernt, als in manchen Jahren davor und nicht alles davon war besonders schmeichelhaft. 

Alles fing an, als ich „Fische“ las, den Roman von Melissa Broder, der die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die über die suchtartige Beschäftigung mit Männern versucht, die Leere in ihrem Inneren zu füllen. Dieses Wort, Leere, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Im Versuch, sie nicht fühlen zu müssen, stürzen sich die Protagonistin und die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe, die sie besucht, in immer neue Dramen, Beziehungen, One Night Stands.

Was innen fehlt, soll im Außen kompensiert werden, nur ein Gegenüber, so scheint es, kann ihnen das Gefühl geben, wertvoll zu sein. Einer Feministin wie mir hätten sich die Nackenhaare aufstellen müssen und das taten sie auch – weil ich mich so sehr in diesem Buch erkannte. 

Liebe Abhängigkeit

Süchtig nach Liebe

Seit meiner Pubertät gab es in meinem Leben immer irgendein Männerthema. Das konnte real oder in Gedanken sein, aber irgendwie war ich irgendwo auf irgendeine Weise immer gedanklich vertäut mit einem Mann. Diese zwanghafte Fixierung war das Salz in der Suppe, die Würze eines Lebens, das mir ohne diese Extraportion Glitter manchmal zu sinnlos, manchmal zu schmerzhaft erschien. Immer wieder driftete ich automatisch in Tagträume oder Beziehungsdramen ab, ohne zu merken, was da eigentlich passierte. In den letzten Jahren registrierte ich dieses Schmerzvermeidungsverhalten – aber ich wollte mich ihm nicht stellen. „So schlimm“ war es ja gar nicht, meine ganze Generation schien von dieser Droge Gebrauch zu machen. Aber das war nicht die ganze Wahrheit. Das war nur das, was meine Abhängigkeit mich glauben lassen wollte, weil sie ganz genau wusste, wie hart es für mich werden würde, „nüchtern“ sein. Vielleicht denkst du beim Lesen, „Sucht“ ist ein zu hartes Wort für dieses Phänomen. Süchtig, das sind Menschen nach Alkohol, Heroin oder Glücksspiel. Aber die Sucht nach Männern (oder Frauen) ist lediglich gesellschaftlich akzeptiert, sie fällt nicht auf. 

Alle Abhängigkeiten „dienen“ schließlich dazu, etwas erträglich zu machen, das ohne eine tägliche Dosis nicht erträglich scheint. So gesehen sind auch Liebes- und Beziehungssucht einfach der Versuch, unangenehme Gefühle durch einen Reiz von Außen übertünchen zu wollen. Gleichzeitig aber wird durch dieses Verhalten echte Liebe und Intimität unmöglich. Die so sehnlichst herbeigewünschte Verbindung zu einem anderen Menschen wird verstellt von dem Versuch, durch die Partnerin oder den Partner regelmäßig mit bestimmten Gefühlen versorgt zu werden.

Wie immer, wenn ein Thema in meinem Leben aufploppt, befrage ich meine FreundInnen. Eine junge Frau aus meinem Bekanntenkreis erzählte mir, dass es bereits im Grundschulalter einen Schwarm gab, dem sie gefallen wollte. War sie alleine zuhause, stellte sie sich vor, dass er sie beobachten würde und betrachtete plötzlich ihr ganzes Tun durch seine Brille: war sie cool genug? War sie richtig, so, wie sie war oder sollte sie alles ganz anders machen? Sie lebte ihren Tag nicht mehr aus sich heraus. Sie hatte die Fahrtrichtung gewechselt: Jungs, denen sie gefallen wollte, hatten die Macht übernommen und ihr Leben gekapert. Wer das für extrem hält: wir leben in einer Gesellschaft, die genau so funktioniert. Willkommen, im Patriarchat.

Liebe Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit – gesellschaftlich akzeptiert

Wie immer, wenn mir ein Verhaltensmuster klar wird und ich mich vor der unangenehmen Wahrheit nicht länger verstecken kann, fange ich an, zu lesen. Beim Heimatbesuch bei meiner Mutter fischte ich mir zwei Selbsthilfebücher aus dem Regal. Lange habe ich die literarische Bibliothek meines Vaters bewundert, heute weiß ich das Selbsthilfe-Angebot meiner Mama ebenso zu schätzen. „Wenn Frauen zu sehr lieben“ von Robin Norwood und „Die Vaterfalle. Die Macht der Väter über die Gefühle der Töchter“ von Sigrid Steinbrecher wanderten in meine Reisetasche.

Und brachten mir die Erkenntnis, dass das, was ich für Liebe gehalten hatte, im Grunde gar keine war – oder sich zumindest wild mit ganz anderen, alten Themen vermischt hatte. Denn mit gegenseitiger Wertschätzung und Freude aneinander hat die Sucht, gebraucht zu werden oder die Abhängigkeit von Menschen, die nicht willens oder in der Lage sind, sich eindeutig emotional zuzuwenden wenig zu tun. Zu sehr lieben, das bedeutet laut Norwood:

„Den Grad der Liebe zu einem anderen Menschen am Grad der mit ihr verbundenen Qualen zu messen. Diese extreme Zuwendung ist nicht Ausdruck von Liebe, sondern Ausdruck von Angst – Angst, allein, nicht liebenswert oder gar wertlos zu sein.“

Treffer, versenkt! Selbstredend können auch Männer zu sehr lieben. Die Abhängigkeit von Beziehungen ist kein reines Frauen-Phänomen, im Patriarchat wird sie aber natürlich begünstigt. In einer Gesellschaft, in der Männlichkeit so toxisch konzipiert ist, dass sie nur einen schmalen Korridor freilässt, der im Wesentlichen aus Stärke, Härte und Macht besteht, bleibt den Frauen zu oft nur die Rolle der Biegsamen, der Angepassten, derjenigen, die sich klein macht und unterordnet. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, aber natürlich gibt es so etwas wie gesellschaftlich geprägte und anerkannte Stereotype, denen wir ausgesetzt sind, ob wir wollen oder nicht. Und die Vorstellung von Liebe, die in unserer Kultur gepredigt wird, beinhaltet allzu oft Merkmale von emotionaler Abhängigkeit: Schmerz, Sehnsucht und eine zu hohe Anpassungsbereitschaft.

Mancher zeitgenössische Popsong kann ein Lied davon singen. Wenn Selena Gomez  „I just wanna look good for you, make you never wanna leave, I’m so proud to be yours“ ins Mikrophon haucht, zum Beispiel. Und obwohl ich seine Musik mag, bemühen auch die Lyrics von Ed Sheeran oft sehr stereotype Vorstellungen von Frauen und den Attributen, sie sie besitzen sollen: „I found a love for me, oh darling, just dive right in and follow my lead,  I found a girl, beautiful and sweet, now I know I have met an angel in person, and she looks perfect, I don’t deserve this, You look perfect tonight.“

Ja, all die süßen und wunderschönen Engel dieser Welt, endlich sind sie so hübsch, dass ein Mann sie erwählt und obwohl er sich ganz bescheiden gibt und ein solch elfenhaftes Wesen kaum verdient zu haben glaubt, ist die Botschaft an die jungen Frauen in seinem Publikum klar: Es gilt, das Objekt der Sehnsucht zu becircen und dann, ihn zu halten. Er ist es, der ihr erst ihren letztendlichen Wert gibt. Über das Stigma der “Single-Frau” habe ich in diesem Artikel  bereits ausführlich geschrieben.

Das Bild des niedlichen Mädchens, das laut Ed zwar auch stark genug ist, um ein Zuhause zu haben und „children of our own“ zu carryien, es würde Sigird Steinbrecher kaum weiter verwundern. Die Therapeutin aus Hamburg promovierte über Liebesbeziehungen im Patriarchat und erklärt in ihrem Buch „Die Vaterfalle – die Macht der Väter über die Gefühle der Töchter“, warum viele Frauen in ihrem späteren Leben in ihren Partnerschaften leiden und ewig Suchende bleiben.

Liebe Abhängigkeit

Warum wir oft Partner wählen, die unserem Vater ähneln

Die Beziehung zum Vater, dem ersten Mann in unserem Leben ist es, so Steinbrecher, die uns das Gefühlsmuster beibringt, das wir später in unseren Beziehungen wiederholen – wenn kein ausreichender Vater-Abschied stattgefunden hat. Zu oft wird die kindliche Hoffnung auf bedingungslose Liebe und Anerkennung nicht oder nicht dauerhaft erfüllt. Väter-Töchter kämpfen um das Wohlwollen eines Vaters, der sich gemäß seiner Prägung durch das Patriarchat verhält. Sie ist nicht selbstverständlich und muss mit Charme, Anpassung und dem richtigen Betragen erkämpft werden. Selbstredend gibt es auch liebevolle, ausgeglichene und in ihrer Zuneigung verlässliche Väter und daraus resultierende, gelungene Vater-Tochter-Beziehungen, die keiner weiteren Aufarbeitung bedürfen. Ebenso wie nicht alle Mütter stete Zuneigung geben können. In diesem Artikel geht es also um ein bestimmtes Phänomen und zwar das von den “Väter-Töchtern.” 

Der Wunsch, bedingungslos geliebt zu werden, geht nicht auf und die Enttäuschung sinkt bis in den Herzenskern. Statt gesunde Wut zu entwickeln, suchen viele Frauen die Schuld bei sich selbst. Auch dies ist, schaut man auf die Sozialisierung der Frau im patriarchalen System, das ihr eine häusliche und beziehungsorientierte Rolle zuwies, nicht verwunderlich. Sie kommen zu der Überzeugung, nicht „genug“ gewesen zu sein. Nicht lieb genug, nicht tapfer genug, nicht bemüht genug, nicht unsichtbar genug, nicht schön genug – die Liste ist ewig lang. Und so entstehen emotionale Triebfedern, die ganz verschieden wirken können, die aber doch alle ein Ziel haben: endlich die Genugtuung, das zu bekommen, was sie sich als kleine Mädchen gewünscht haben.

„Die Varianten reichen von der gehemmten, unauffälligen, bis hin zur auffällig ungehemmten Frau. So verschieden sich die Lebensstile auch darstellen mögen, so eint sie doch alle die uralte weibliche Rollendefinition: Anpassung.“ 

Natürlich gibt es auch Frauen die es schaffen, diese heiß-kalte Wechseldusche der Emotionen als das zu sehen, was sie ist. Sie trauern um das zerstörte Bild des idealen Vaters, erkennen die Realität an und wenden sich in ihrem Erwachsenenleben gesünderen Beziehungen zu. Vielen aber gelingt das nicht. Sie, so Steinbrecher, schauen in den Spiegel, „hoffen, sich selbst zu sehen. Doch sie sehen sich mit den Augen des Vaters, haben sein Bild übernommen Dort wo sie sich selbst sehen und erkennen sollten, begegnen sie seinem Blick, seinen Worten, seiner Beurteilung.

Er hört mir nicht zu

Immer wieder erobern müssen, sich immer wieder beweisen müssen und um die „Liebe“ des anderen verdient machen – Beziehungen von „Väter-Töchtern“ sind ein ewiger Kampf um Anerkennung. Andere geraten wiederholt in Beziehungen, in denen sie den Partner retten wollen, von seiner Arbeitssucht, Alkoholsucht, seinen Schulden oder seinen körperlichen Gebrechen. Sie bemühen sich, IHN ändern, damit sie selbst glücklich sein können. Sie versuchen, Kontrolle auszuüben und durch ihre Anstrengungen den liebevollen Partner zu erhalten, den sie sich wünschen. Dabei sind sie erstaunlich leidensfähig.

Frauen dürsten, drohen, betteln, buhlen, beten, hoffen und warten. Fragen, die man laut Steinbrecher von Väter-Töchtern oft hört, kreisen immer um – IHN: „Warum liebt er mich nicht, warum hört er mir nicht zu, warum interessiert er sich nicht für mich, warum versteht er mich nicht? (…) Es sind töchterliche Aussagen.“

Immer um die Wertanerkennung durch den Partner zu kreisen, kommt einer Weigerung gleich, zu akzeptieren, dass das eigene Geschick in unserem Zuständigkeitsbereich liegt und es ist ein Augenverschließen vor der Realität und unseren eigenen, schmerzhaften Gefühlen.

„Wir lieben mit der verzweifelten Hoffnung, dass der Mann, auf den wir fixiert sind, uns genau diese Ängste nehmen wird. (…) Aber wenn wir mit unserer inneren Leere losziehen, um nach Liebe zu suchen, dann können wir nichts anderes finden, also noch mehr Leere.“ , schreibt Robin Norwood.

Warum also können betroffene Frauen nicht einfach aufhören und aus diesem Muster aussteigen? Steinbrecher glaubt, dass bestimmte Frauen nicht aus Zufall scheinbar immer genau den Mann ansteuern, der eben keine stete Zuneigung und Geborgenheit geben kann: weil sie noch immer träumen. Weil sie die alte Wunde wieder gut machen wollen, weil sie einmal lieb, schön und richtig „genug“ sein wollen, um einen solchen Mann dauerhaft an sich zu binden. Sie wollen endlich einmal gefallen.

Statt berechtigte Wut auf den emotional instabilen Vater zu spüren, sie zu verarbeiten, seine Unfähigkeit und eigenen Verletzungen zu verstehen, zu vergeben und befreit ins Erwachsenenleben – und lieben zu starten, richten sie sich gegen sich selbst. Dadurch versperrt sich die Sicht auf die Realität, auf das wirkliche Gegenüber und viele Väter-Töchter, die in Beziehungen stecken, die sie emotional auslaugen, verteidigen ihre Partner, im Versuch, das Traumbild, das sie sich von ihm gemacht haben, nicht zerstören zu müssen. Viele gehen weit über ihre Grenzen hinaus, nur, um nicht hinsehen zu müssen. Am Ende, so Steinbrecher, ist das zum Scheitern verurteilt:

„Beziehungen scheitern eben, solange ihre Grundlage Illusionen und Träume sind, die jeden der Beteiligten in seiner Wirklichkeit unberührt lassen. Nur die Körper berühren sich, die Seelen nicht. Ein hoffnungsloses Liebespaar: die träumende Frau – und der geträumte Mann.“

Sich aus der Abhängigkeit lösen

Die Lösung – der Schritt in die Unabhängigkeit und die Aufgabe der Illusionen ist schmerzhaft. Die Frage, ob wir von unserem Recht auf Glück überzeugt sind, ob wir glauben, so wie wir sind, liebenswert zu sein, ohne dafür ständig etwas leisten zu müssen, ohne von einem Partner validiert zu werden – diese Entscheidung liegt ausschließlich bei uns. Dazu ist es notwendig sich den eigenen, früh erlernten und tiefsitzenden Überzeugungen zu stellen. Für mich war und ist das ein verdammt harter Prozess. Anzuerkennen, dass ich die meiste Zeit meines Lebens Männer dazu benutzt habe, dieses Gefühl von Leere und Wertlosigkeit nicht spüren zu müssen. Und dann eben mittendrin zu sitzen, kinntief im alten Morast. Denn die Angst vor einem massiven Verlassenheitsgefühl ist es, die viele Frauen davon abhält, sich einzugestehen, dass aus Liebe Abhängigkeit geworden ist. In “Die Vaterfalle” liegt die Lösung daher dann, zunächst, auch im Aufarbeiten der Vergangenheit:

„Wohltuend und ein erster Schritt in diese Richtung ist die Loslösung von der Tochterrolle. Erwachsene Frauen haben erwachsene Rechte … keine kindlichen und töchterlichen. Dazu ist der Abschied vom Vater notwendig.“

Ganz unbegleitet ist das kein Spaß. Wollt ihr euch also vielleicht auch von toxischen Beziehungsmustern lösen, die euch mehr krank, als glücklich machen –  dann lasst euch begleiten. Ob eine Psychotherapie, Selbsthilfegruppe, Bücher oder Seminare: sich von einer Abhängigkeit zu befreien, geschieht nicht von heute auf morgen. Es gibt Fortschritte, Rückfälle und vor allem die Konfrontation mit dem Gefühl der Nüchternheit, das wir mit unserer Sucht lange überdeckt haben. Aushalten, anerkennen, betrauern. Mitunter kann sich das so anfühlen wie eine unlösbare Aufgabe. All die hässlichen Überzeugungen über die eigene Wertlosigkeit kommen an die Oberfläche. Vielleicht ist das eine der größten Herausforderungen, denen ich mich je gestellt habe – diese so harmlos wirkende Droge wegzulassen, die mich vieles hat aushalten lassen. Die Ablenkung, der Schmerzkiller, die sichere Bank. Ohne sie fühle ich mich sehr verletzlich. Wie ein rohes Ei, mit dem ich ganz besonders behutsam umgehen muss. Was mir immer wieder dabei hilft, ist das Credo: nur für 24 Stunden. Einen Tag nach dem anderen Selbstliebe praktizieren und das Alleinsein aushalten lernen. 

Und irgendwann, irgendwann werden neue Wege beschritten, alternative Verhaltensweisen erlernt, beginnt Schritt für Schritt ein Leben, in dem wir selbst ganz und heil sind. In der eine Partnerschaft auf Augenhöhe stattfinden kann und wir uns an ihr erfreuen können, statt uns wie Ertrinkende an sie zu klammern. Dann sind wir vielleicht zu allererst einmal verliebt in unser eigenes Sein – und als zweiten Schritt in unsere/n PartnerIn.


Unter meinen Artikel der Rubrik „Geist & Seele“ erinnere ich gerne an die #seelenstark-Aktion auf Instagram. Sie soll Menschen mit psychischen Erkrankungen ermutigen, stolz zu sein auf ihr Leben. Unter dem Hashtag #seelenstark teilen Betroffene ihre Erfolge, weil wir viel zu oft vergessen, dass sich auch auf der „Haben“-Seite schon verdammt viel befindet. Auch beim Thema Abhängigkeit/Sucht ist es wichtig, sich Teilerfolge und Baby-Steps bewusst zu machen: nüchtern zu bleiben, ist eine lange Reise. Stolz zu sein auf bisher Erreichtes erhöht die Motivation, dranzubleiben.

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5 Comments

  1. Liebe Kea,
    du hast einen wunderbaren Schreibstil, sehr gefühlvoll, aber trotzdem sachlich am Thema. Der Artikel ist so gut recherchiert, so gutgegliedert, dass er sich verständlich und auch sehr berührend liest…
    Inhaltlich berührt er mich auch sehr, auch dies ist gerade oder schon sehr lange ein Thema, entweder unerfüllte Beziehung oder totaler Rückzug über 12 ganze Jahre.
    Das was du da tust ist so wertvoll, nicht nur weil du anderen das Gefühl gibst nicht allein zu sein, weil du ganz entscheidend zu der entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen beiträgst, sondern auch weil du aufklärst. Aufklärst über Themen, die sonst nur in uns Betroffenen als diffuses Gefühlchaos und als ewiges Warum herumgeistern.
    Danke dir dafür, danke für deinen Mut das für dich und damit auch für uns zu tun…
    Liebste Grüße
    Elisabeth

    1. Liebe Elisabeth –
      ich danke dir sehr für deine Rückmeldung! Schön, dass der Text dich berühren konnte – ich habe über Insta und Mail viele Nachrichten erhalten von Frauen, denen es ähnlich geht: es scheint wirklich ein großes Thema zu sein.
      Es freut mich sehr, dass es mir mit diesem Beitrag gelungen ist, euren Gedanken und Erfahrungen eine Stimme zu geben und vor allem auch das Gefühl, nicht alleine zu sein damit.
      So wunderbares Feedback wie deines motiviert und bestärkt mich sehr in meiner Blog-Arbeit.
      Hab vielen Dank!
      Liebe Grüße zu dir!
      Kea

  2. Nicht nur Mädels suchen sich einen Kerl, der dem Vater ähnelt. Bei Jungs gibt es eine Tendenz zu Frauen, die der Mutter ähnelt.
    Bei mir war das so ein Entwicklungsprozess. Ich hatte immer Typen, die das genaue Gegenteil von meinem Vater gewesen sind – innerlich, wie äußerlich. Bis ich dann jemand geheiratet habe, der meinen Vater mehr als ähnlich ist. Und ich dann festgestellt habe, dass mir das wurscht ist. Bei meinem Mann verlief es übrigens ähnlich.
    Was ich damit sagen will ist, dass man solche Entwicklungsprozesse zulassen darf.
    LG Sabienes

  3. Oh Hölle, genau mein Thema gerade. Ich habe dieses Thema getauft: “Sich selbst zur Nebenfigur im Leben von Männern machen”.

    Hat meiner Erfahrung nach viel mit den Vätern zu tun, aber auch mit Müttern – die diese “Selbstaufgabe” vorgelebt haben und (nicht selten unterbewusst) dahin drängen, dass man ihr Lebensmodell wiederholt, um damit ihre Lebensführung, die sich ebenfalls nur um Männer drehte, im Nachhinein zu legitimieren.

    Nur meine kleine Ergänzung. Danke für den Buchtipp “Vaterfalle”, ist bestellt :)

  4. Liebe Kea,

    wow! Zunächst sei ein mal gesagt: wow, zu deinem Blog. Wow zu deinen Artikeln. Wow zu deinem Mut, deiner Verletzlichkeit, deiner Ehrlichkeit. Und wir alle wissen, Wahrheit kann brutal sein. Brutal schmerzhaft, aber auch brutal befreiend. Als eine, die sich selbst oft in einen Käfig sperrt, einen Käfig aus unberührten Emotionen, damit ich nicht, indem erkannt werde. In meinem Schmerz, in meiner Unvollkommenheit. Nicht zu funktionieren. Mich selbst nicht sehen und spüren muss, hat mich dieser Artikel mal wieder in den Moment zurück geholt. In den Moment, in den auch sehr oft Leere, Wut, Traurigkeit oder Angst gehört. Das ist manchmal so beschissen, dass man sich der Vermeidungsstrategie wieder findet und in seinen Käfig verkriecht. Und dabei die Sonne vergisst, die hinter all dem steckt, die Sonne, die auch hinter den Wolken immer scheint. Deshalb danke ich Dir für deine Ehrlichkeit, für deinen Mut beides da sein zu lassen, auch die Momente des Vermeidens. Und dennoch ist die Befreiung vom Leid, nur eine Entscheidung entfernt. Auch das ist die Wahrheit. Wie kraftvoll die Ent-scheidung sein kann.

    Ich verfolge deine Beiträge regelmäßig und bin sehr froh auf deinen Blog, so wie den von vielen weiteren mutigen, tollen, inspirierten Frauen gestoßen zu sein, die uns allen zeigen, wer sie wirklich sind. Danke dafür.

    Alles Liebe,
    Lena

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